Speaker-Corner mit Christoph Richter!

PlakatWir haben gefragt – Christoph Richter, Behinderten-beauftragter der Stadt Potsdam hat geantwortet!

Ihr könnt Christoph Richter natürlich weiter befragen. Er ist Gast bei unserem Sommer-Straßen-Fest.

Also, falls ihr weitere Fragen habt, kommt morgen 15.00 Uhr zu unserem Sommer-Straßen-Fest in die Birkenstraße. In der Speakercorner kommt ihr mit Herrn Richter und natürlich auch uns ins Gespräch!

Noch ein Klick: und ihr seid beim Interview!

Interview mit Christoph Richter – Behindertenbeauftragte der Stadt Potsdam:

BPSP:

Welche Erfolge sind in den letzten 3 Jahren in der Stadt Potsdam zu verzeichnen?

Herr Richter:

Einige Beispiele:

  • Barrierefreie Neubau von öffentlichen Gebäuden (Schulen, Sporthallen, Schwimmbad, KITAs, Bildungsforum)
  • Barrierefreie Ausbau des ÖPNVs (Barrierefreie Haltestelle, Akustische Außenansagen an Bussen und Bahnen)
  • Neubau von Ampeln mit akustischen Signalen
  • Verbreitung der Leichten Sprache innerhalb der Landeshauptstadt Potsdam (Fortbildung für Mitarbeiter/innen, derzeitige Übersetzung der Internetseite der LHP)
  • Gebärdensprache-Videodolmetschen innerhalb der LHP
  • Fortbildung Mitarbeiter/innen für barrierefreie PDF-Dateien
  • Schulanschluss- und Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche
  • Schaffung einer Stelle für die Psychiatriekoordination
  • Beschäftigungsquote von 9,94 % in der Landeshauptstadt Potsdam
  • Kunstfestival in Potsdam für Menschen mit und ohne Behinderung

BPSP:

Was muss noch geschehen, um die Lebensqualität sowie die Teilhabermöglichkeiten für Menschen mit Behinderung in Potsdam zu verbessern?

Herr Richter:

Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention ist zeitlich nicht begrenzt. In allen Handlungsfeldern besteht weiterhin großer Handlungsbedarf, ob beim Wohnen, Arbeit, Bildung, Gesundheit, Pflege, Barrierefreiheit (bauliche sowie kommunikative) oder dem Ausbau inklusiver Sport-, Kultur- und Freizeitmöglichkeiten.

Der Lokale Teilhabeplan muss daher kontinuierlich fortgeschrieben und angepasst werden.

BPSP:

Derzeitig arbeitet die Stadt Potsdam an der Weiterentwicklung des lokalen Teilhabeplans. Wie verbindlich ist der Teilhaberplan hinsichtlich der Umsetzung für die Stadt Potsdam?

Herr Richter:

Der derzeitige Lokale Teilhabeplan wurde durch die Stadtverordnetenversammlung nur zur Kenntnis genommen und nicht beschlossen, was aus meiner Sicht Auswirkungen auf die Verbindlichkeit der Umsetzung der einzelnen Maßnahmenahmen hatte.

Mit der Fortschreibung strebe ich einen Beschluss in der Stadtverordnetenversammlung an. Darüber hinaus muss sich aus meiner Sicht das Thema „Inklusion“ noch stärker als Querschnittsthema in der Landeshauptstadt verankern.

BPSP:

Inwieweit wird der lokale Teilhaberplan weiterentwickelt?

Herr Richter:

Zurzeit wird ein Projektplan zur Fortschreibung erarbeitet.

Dieser sieht zurzeit vor, dass es drei inklusive Veranstaltungen geben wird, an denen jeweils zwei Handlungsfelder an Thementischen diskutiert werden.

An den Thementischen sollen die Ziele und Maßnahmen des bestehenden Teilhabeplans überprüft, ggf. angepasst und bzw. ergänzt werden. Dabei sollen auch die UN-Bemerkungen zum ersten Staatenbericht Deutschlands zur Umsetzung der UN-BRK sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen (Bbg Bauordnung, Bundesteilhabegesetz usw). berücksichtigt werden.

Nach den drei Veranstaltungen wird ein erster Entwurf erarbeitet, der wiederum dann nochmal in einer Tagung breit diskutiert werden soll. Anschließend strebe ich an, dass der fortgeschriebene Teilhabeplan durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen wird.

BPSP:

Das Behindertenforum soll zukünftig „neu erfunden“ werden. An dem Entwicklungsprozess ist der Behindertenpolitische Stammtisch beteiligt. Was wird sich an dem Behindertenforum

zukünftig ändern?

Herr Richter:

Zunächst freue ich mich, dass der Behindertenpolitische Stammtisch sich in den Entwicklungsprozess einbringt, Ich denke, wir sind uns einig, dass eine Plattform für Menschen mit Behinderung in der Landeshauptstadt Potsdam geben muss.

Die Werkstadt für Beteiligung an den Entwicklungsprozess des Forums angeschoben und erarbeitet zurzeit eine Beschlussvorlage, so dass pro Jahr 2 Veranstaltungen sowie eine größere Tagung stattfinden kann. Dafür braucht es auch finanzielle Rahmenbedingungen, die zurzeit nicht vorhanden sind.

 

 

 

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